Landhaus Meine 4 Wände Renoviert

Wir renovieren ein altes Haus – endlich geht es los

5. April 2019
Renovierung: Alte Holzdielen unter dem Laminat

Letzte Woche habe ich euch ja unser kleines Haus auf dem Land vorgestellt – inklusive wahrlich haarsträubender Fotos. Aber es wird besser, ich verspreche es. Denn jetzt können wir endlich anfangen: Wir renovieren unser altes Haus, und zwar von Grund auf. Eigentlich sagt man ja, bei einer Renovierung wird es erstmal schlimmer, bevor es besser wird. Aber ich finde, Baustellen-Chaos, Staub und Tapetenfitzelhaufen sind schon ganz klar eine Verbesserung…

Übrigens hat das Haus inzwischen einen Namen bekommen: Das Landhaus. Hört sich vielleicht etwas prätentiös an, aber wir haben es nicht bestimmt, das war der Nachwuchs. Und er hat ja auch Recht…

Den Schlüssel zum eigenen Haus in der Hand zu halten, ist ein wahrhaft aufregendes und etwas angsteinflößendes Gefühl.

Vor allem, wenn man sein Leben lang Mieter war und sich immer darauf verlassen konnte, dass der Hausbesitzer sich schon um kleine und größere Reparaturen kümmert. Dass man selber nur bis zu einem gewissen Punkt in der Verantwortung steht, rein finanziell betrachtet.

Vor allem aber ist es ein wunderbares Gefühl. Denn wenn man ein altes Haus renoviert, kann man all das machen, von dem man schon so lange träumt! In meinem Kopf hatte ich natürlich alles schon fertig eingerichtet, bevor wir den Vertrag überhaupt unterschrieben hatten.

Aber eins nach dem anderen…

Vor dem Renovieren: Alles muss raus

Bevor es an die Umsetzung von Träumen und Plänen ging, musste aber erstmal alles raus. Wirklich alles – die Küche, das Bad, die Böden, die Tapeten, die Fliesen…

Als wir unser Haus zum ersten Mal nach dem Kauf betraten, hat uns fast der Schlag getroffen. Das Haus war nämlich vollgestopft mit Müll. Das war natürlich anders vereinbart – aber was willste machen, wenn der Vorbesitzer längst zurück im sonnigen Italien ist?

Also haben wir uns einen acht Kubikmeter großen Container in die Einfahrt stellen lassen und haben angefangen, auszusortieren und wegzuschmeißen – Müll, Sperrmüll, Sondermüll, Kleinanzeigen. Es ist nämlich so: Es widerstrebt mir, Sachen wegzuschmeißen, die jemand anderem noch zugutekommen könnten.

Ein paar Schätze habe ich auch in dem alten, kleinen Haus gefunden: Einen Bauernschrank, einen antiken Tisch und ein kleines Nähtischchen.

Hier seht ihr übrigens nicht das volle Ausmaß des Mülls (diesen Anblick möchte ich euch ersparen) – das ist größtenteils das, was nicht weggeschmissen wurde.

Ein leeres Haus

Endlich war das Haus (halbwegs) leer, und der eigentliche Abrisstag konnte beginnen! Dabei ist Abrisstag ein Euphemismus, es hat sich nämlich eher um Abrissmonate gehandelt.

Seitdem wir das Haus zum ersten Mal betreten haben, hat es mir unglaublich in den Fingern gejuckt, einen Blick unter das in die Jahre gekommene, sich wellende Laminat zu werfen. Denn bei so einem alten Haus ist es nicht unwahrscheinlich, dass sich die originalen Dielen unter dem Fußbodenbelag befinden. Da klar war, dass das Laminat raus muss, egal was drunter ist, habe ich einfach in einer Ecke im Wohnzimmer angefangen – und einen Jubeltanz aufgeführt. Denn: Unter dem Laminat verbargen sich tatsächlich die originalen Holzdielen! Das ist fast wie ein Sechser im (Renovierungs-)Lotto.

Auch im künftigen Kinderzimmer habe ich unter dem dreckigen, roten Teppich die alten Dielen entdeckt. Sieht doch schon jetzt – trotz der giftgrünen Tapete – viel besser aus, oder?

Im Esszimmer hatte ich nicht so viel Glück: Verlegeplatten. Verlegeplatten, die mit hunderten von Schrauben verschraubt waren.

Aber: Wenn Verlegeplatten ohne erkennbares Muster verschraubt sind, müssen sie ja an irgendwas dran geschraubt sein, habe ich mir so gedacht. Daraufhin habe ich mit klopfendem Herzen die ersten Schrauben gelöst – und wieder getanzt: Originale Holzdielen!

Nächster Schritt: Die Tapete muss raus. Die Küche muss raus. Ganz zu schweigen vom Bad…

Mehr zu meinen Plänen und ordentlich Inspiration gibt’s übrigens nächste Woche!

Ich freue mich, wenn ihr mich auch auf Instagram begleitet. Da teile ich Schnappschüsse aus meinem Alltag, meiner Wohnung und natürlich aus dem Haus!

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