Landhaus Renoviert

Unser Landhaus: Pläne und Inspiration für die Renovierung

12. Juni 2019
Moodboard Inspiration Renovierung

Jetzt ist es schon wieder etwas her, dass ich über unsere Fortschritte bei der Renovierung unseres alten Hauses auf dem Land berichtet habe. Warum? Mir ist da eine kleine Küchenrenovierung dazwischengekommen…

Aber zurück zum Haus. Nachdem es endlich von Müllbergen, Tapeten und scheußlichem Laminat befreit ist, kann man schon viel besser erkennen, wie es einmal aussehen wird.

Und in meinem Kopf herrscht Hochbetrieb. Nichts weniger als das. Klar ist, was das Ziel ist: Ein skandinavisches Sommerhaus, das seinem Altbaucharme treu bleibt. Aber wie schafft man das? Es gibt so viel zu entscheiden – Farben, Materialien, Bodenbeläge, Küche, Bad, Fliesen, Lampen, Deko… Gehen wir es also an, Schritt für Schritt!

Und das ist die Inspiration für die Renovierung unseres kleinen Landhauses:

Farben

Erstaunlicherweise (zumindest für mich) ist die Farbwahl sehr einfach gewesen! Weiß soll hier dominieren, und zwar ein reines, kühles Weiß. Kombinieren werde ich es mit Grau in verschiedenen Abstufungen, Holz und schwarzen sowie naturfarbenen Akzenten. Und ein bißchen Gold darf auch nicht fehlen!

Die Böden

Relativ schnell haben wir uns darauf einigen können, dass die alten Dielen im Wohn- und Esszimmer hellgrau werden sollen, damit die Räume einen nicht blenden… Für den Rest des Hauses habe ich aber auf weiße Böden bestanden. Besonders im ehemaligen Stall ist das wichtig, da hier die Decken sehr niedrig sind und die Räume nicht so hell sind wie das ursprüngliche Wohnhaus.

Die Wände

Ich liebe weiße Wände – und so werden alle Wände im Haus weiß gestrichen. Auch in unserer Hamburger Wohnung sind die Wände weiß – nur im Kinderzimmer durfte Farbe einziehen (ein sehr pludriges Blau, wohl bemerkt…).

Und genauso wird das Kinderzimmer im Haus eine andere Farbe haben, denn hier durfte der Nachwuchs selbst bestimmen. Grün soll es sein – seiner Meinung nach hätte man die neongrüne Raufasertapete im Kinderzimmer einfach lassen können. Meiner Meinung nach nicht.

Das Salbeigrün, das ich vorgeschlagen habe, wurde glücklicherweise gnädig abgenickt…

Fenster und Türen

Im Haus sind im gesamten Erdgeschoss ziemlich unansehnliche weiße Plastikfenster eingebaut worden. Und trotz ausführlichem Geschrubbe habe ich es nicht geschafft, die gelb-grauen Verfärbungen wegzubekommen. Unsere Lösung: Da wir uns derzeit nicht leisten können, die Fenster durch dänische Holzfenster zu ersetzen, greifen wir auch hier zu Farbe. Genauer gesagt schwarzer Farbe. Jawohl, unsere Fenster werden schwarz lackiert. Und wo wir schon dabei sind, kriegen die Türen auch eine (na ja, vermutlich nicht nur eine) Schicht schwarzen Lack. Wenn das kein Kontrast zum vielen Weiß ist!

Materialien

Wohngesundheit ist mir unglaublich wichtig. Ich möchte nicht, dass wir Chemie einatmen – das gilt natürlich besonders für den Nachwuchs. Also werde ich soweit möglich auf natürliche Materialen zurückgreifen.

Das geht los beim Kalkputz und der Wandfarbe, wo ich mich für Kalkfarbe beziehungsweise Silikatfarbe entschieden habe (Kalkfarbe hat außerdem den nicht unwichtigen Nebeneffekt, dass sie Schimmelbildung verhindert – das ist in einem Altbau, der schon den einen oder anderen Wasserschaden überstanden hat, nicht zu unterschätzen!) und zieht sich bis zu den Böden, die ich mit Kreidefarbe und Hartwachsöl behandeln werde.

Auch bei der Einrichtung sind mir Naturmaterialien wichtig: Baumwolle, Leinen, Holz, Keramik… Und Pflanzen. Ohne Pflanzen geht bei mir nichts.

Und grade, wenn man sich für ein relativ monochromes Farbschema entscheidet, ist die Haptik und viele verschiedene Strukturen wichtig, damit es hinterher nicht steril oder kalt wirkt.

Die Küche

In der Küche befand sich beim Kauf eine ganz normale, cremefarbene Einbauküche vom Möbelschweden. Das selbe Modell wie in unserer Wohnung übrigens. Auf den ersten Blick dachten wir, die Küche könne bleiben – auf den zweiten Blick wurde schnell klar, dass das nichts wird. Sie war nicht fachmännisch eingebaut, hatte nicht nur einen mittleren Wasserschaden erlebt, und die Türen lösten sich in ihre Bestandteile auf. Weder Herd noch Spülmaschine funktionierten. Kurzum: Die Küche muss raus, hilft ja alles nichts.

Und da es ein Wochenendhaus ist, haben wir etwas Ungewöhnliches beschlossen: Wir verzichten auf eine Einbauküche und setzen auf einzelne Elemente und richtige Möbelstücke. Deconstructed kitchen nennt man das auch – ihr findet viele Beispiele dafür in meinem Pinterest Board, wo ich alles gesammelt habe, was mich inspiriert.

Ein Ofen muss auch her – daraus folgt, dass zumindest ein Teil der Küche gefliest sein muss. Für den Rest der Küche wünsche ich mir Holzdielen. Weiße Holzdielen natürlich.

Die perfekten Fliesen habe ich nach langer Suche auch schon gefunden: Sternchen! Und so herrlich Vintage – als hätten sie schon immer in dem Haus gewohnt. Ich bin verliebt!

Das Bad

Ich mag helle Bäder (wer kann das nicht von sich behaupten?) – und ich mag dunkle Bäder. Richtig dunkle Bäder, mit tiefschwarzen Wänden und Böden.

Aber zu diesem Haus und meinen Plänen passt nur ein helles Bad. Und damit es nicht zu steril wirkt, möchte ich Weiß in verschiedensten Nuancen benutzen, dazu unterschiedliche Metalle wie Chrom, Kupfer und Messing, und den einen oder anderen schwarzen Akzent.

Und habe ich schon erwähnt, wie lange ich von einer freistehenden Badewanne mit Löwenfüßen träume? Nämlich seitdem ich 9 Jahre alt war und ein solches Exemplar zum ersten Mal gesehen habe. So lange.

Und auch wenn mich vielleicht alle für verrückt halten – auch im Bad möchte ich einen Holzboden haben. Das ist zwar ungewöhnlich, aber nicht unmöglich. Man muss nur auf den Schutz des Holzes achten: Gute Versiegelung und gute Belüftung (und gute Disziplin beim Aufwischen von Pfützen). Das ist aber alles machbar.

Fazit

Weiß, Grau, Schwarz, Naturtöne, Holz. Klare Linien und Altbaucharme. Ein Hauch Boho. Ein Hauch Industriestil. Das ist der Plan, und ich freu mich schon so unglaublich drauf, ihn umzusetzen!

Genauso habe ich die Tage gezählt, bis die Pfirsich-Magenta-Blurot-Giftgrün-Melange der Wände Geschichte war. Vielleicht habe ich auch weniger die Tage als die Sekunden gezählt…

Ihr könnt eure Tapete auch nicht mehr sehen? Dann lest hier meine Step by Step-Anleitung zum Tapetenentfernen (sie funktioniert wirklich – versprochen)!

Ich hoffe, ich konnte euch inspirieren? Und wenn ihr Fragen habt, schreibt mir einfach eine Mail oder einen Kommentar!

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