DIY Hübsch gemacht Meine 4 Wände

10 DIY Tipps für eine schönere Küche – auch als Mieter

4. Juli 2019
10 DIY Tipps für eine schönere Küche: Vorher und nachher

{Werbung | unbezahlt} Wohnst Du auch in einer Mietwohnung? Und möchtest trotzdem nicht auf eine Küche verzichten, in der Du einfach richtig gerne bist? Wie das mit minimalem Aufwand und absolut mieter-freundlich geht, zeige ich Dir hier in 10 einfachen Schritten!

Wie ihr hier seht, war die Küche meiner Mietwohnung keine Katastrophe, aber richtig schön eben auch nicht. Ich habe mich entschieden, die Küche grundlegend zu renovieren, dabei aber so wenig wie möglich auszugeben. Wer nicht die Oberschränke entfernen möchte (oder darf!) und Schränke und Fliesen lackieren will, kann trotzdem mit ein paar simplen Tricks die eigene Küche verschönern.

1. Aussortieren – daran führt kein Weg vorbei…

Dieser Punkt ist vermutlich recht naheliegend – Unordnung ist einfach der natürliche Feind einer schönen, gemütlichen Küche (und auch jeden anderen Raumes). Als ich die Küche für die Renovierung vorbereitet habe war klar: Wenn man aus acht Oberschränken vier macht, muss recht gnadenlos aussortiert werden.

Bei dem Prozess habe ich mich von Marie Kondo inspirieren lassen. Ich habe ihre Bücher nicht gelesen (vermutlich stehe ich damit ziemlich allein da inzwischen) – aber ich habe ihre Serie auf Netflix gesehen und viele Artikel über sie gelesen. Meine persönliche Herangehensweise war diese:

  • Alle Schränke und Schubladen ausräumen
  • Den Inhalt thematisch sortieren – Geschirr, Besteck, Backsachen etc.
  • Jetzt kommt der schwierige Teil: Was kann weg? Ich habe jeweils mein Lieblingsteil zur Seite gelegt und jedes Duplikat aussortiert. Niemand braucht 3 Dosenöffner, 2 Mörser, 20 unterschiedliche Gläser oder bunte Plastiklöffel
  • Behalten habe ich nur, was ich entweder wirklich mag, oder was ich wirklich brauche
  • Den Rest durchsehen – kann es noch jemand brauchen? Diese Sachen kann man spenden oder verschenken, alles andere kann ruhigen Gewissens weg

Und das Teeservice von Oma, das ich alle zwei Jahre benutze? Das habe ich sehr sorgsam verpackt und in der Abstellkammer verstaut. Trennen kann ich mich davon natürlich nicht – und das muss man auch gar nicht, jetzt mal ehrlich!

2. Knöpfe und Griffe – einfach ausgetauscht

Du wohnst in einer Mietwohnung und darfst die Schränke nicht anrühren? Ein schneller Trick ist es, die Knöpfe und Griffe auszutauschen. Das ist nicht teuer und macht erstaunlich viel her. Es gibt wirklich schöne Optionen, entweder beim Möbelschweden oder online.

Oder man wird kreativ und bastelt sich Ledergriffe einfach selbst. Alles was ihr dafür tun müsst ist, schmale Lederstreifen auf die richtige Länge zuzuschneiden und an beiden Seiten mit einer Lochzange zu lochen. Dann mit passenden Schrauben in die vorhandenen Löcher schrauben – fertig.

Bewahrt die alten Knöpfe und Griffe unbedingt gut auf, dann könnt ihr sie beim Auszug einfach wieder anschrauben!

3. Den Boden aufhübschen

Mit dem Boden habe ich großes Glück gehabt – es sind sehr alte hexagonale Keramikfliesen. Dass sie hier und da gesprungen und verfärbt sind, stört mich überhaupt nicht – es ist schließlich ein Altbau.

Wer nicht so viel Glück hat, hat dafür viele Optionen.

Vinyldielen

Wer etwas Geld und Arbeit investieren möchte, kann selbstklebende Vinyldielen (oder mit Klicksystem wie bei Laminat) verlegen. Die gibt es in Holzoptik, die erstaunlich echt aussieht (und sich sogar so anfühlt!). Warum Vinyl und nicht einfach Laminat? Laminat mag kein Wasser und wellt sich gerne, wenn es feucht wird…

Das Verlegen ist denkbar einfach:

  • Boden gründlich mit Entfetter und Alkohol reinigen. Dann gut trocknen lassen
  • Die erste Reihe am besten an der längsten Wand oder vor der Küchenzeile beginnen
  • Folie von der Rückseite entfernen und Diele sorgsam auf den Boden legen. Andrücken.
  • Dielen versetzt legen (also das übrig gebliebene Stück der 1. Reihe an den Anfang der 2. Reihe legen) – das sorgt für ein ausgeglichenes und stabiles Verlegemuster
  • Zuschneiden kann man die Dielen am besten mit einem Cutter-Messer (Folie erst nach dem Zuschneiden entfernen – sonst wird es eine klebrige Angelegenheit)
  • Am schönsten wird das Ergebnis, wenn ihr Fussleisten und die Blenden unter den Schränken vorher entfernt
Linoleum

Linoleum besteht aus nachwachsenden Rohstoffen und ist schadstoffarm. Beides Dinge, auf die ich gerne achte. Auch Linoleum gibt es als Fliesen (wie man aus den 80ern kennt, nur eben schöner) und Dielen.

Teppich

Die einfachste und schnellste Variante. Auch wenn es sich komisch anhört, einen Teppich ausgerechnet in die Küche zu legen (ich spreche natürlich nicht von Meterware), greift dieser Trend immer weiter um sich. Wer mutig ist, kann mit einem schönen vintage Wollteppich den hässlichen Boden verstecken. Der Vorteil von Wolle ist, dass sie relativ schmutzresistent ist. Trotzdem – ich wäre immer nervös beim Kochen…

Praktischer ist sicherlich ein Teppich für den Outdoor-Bereich – denn die lassen sich abwaschen, genau wie Vinylmatten, die es inzwischen auch in schönen Mustern und Farben gibt. Flickenteppiche aus Baumwolle sind nicht nur eine sehr günstige Alternative, man kann sie auch in die Waschmaschine schmeißen – auch nicht ganz verkehrt in der Küche.

4. Leisten jeglicher Art

Oft findet man an Küchenschränken Dekoleisten. Die sind natürlich nicht immer hässlich, wirken aber manchmal etwas altbacken. Das Gute: sie sind meistens nur mit wenigen Schrauben oben oder unten an den Schränken angeschraubt und lassen sich so leicht entfernen.

Und schon hat man schlichtere, modernere Schränke! (Meine habe ich brav im Keller verstaut für den Fall, dass der Vermieter sie unbedingt wiederhaben möchte, sollten wir einmal ausziehen)

Und dann gibt es da noch diese Leisten für den Übergang zwischen Arbeitsplatte und Spritzschutz. Das ist eine ganz andere Sache, habe ich festgestellt. Meine hatten Gummikanten und sahen einfach nicht mehr schön aus – also habe ich sie kurzerhand rausgerissen. Und was ich darunter gefunden habe, trotzt jeder Beschreibung. Egal wie sehr man auf Sauberkeit bedacht ist – das ist eine Stelle, an die man einfach nicht herankommt.

Ich kann euch wirklich nur ans Herz legen, diese Leisten von Zeit zu Zeit (besonders wenn eventuelle Gummiränder nicht mehr taufrisch aussehen) auszuwechseln. Glaubt mir!

5. Streichen, streichen, streichen

Ich finde, nichts hat eine größere Wirkung auf einen Raum als Farbe. Und sei es nur eine frische Schicht Weiß. An den Wänden kann man sich wirklich austoben, denn überstreichen ist schnell gemacht, sollte die Farbe irgendwann nicht mehr gefallen.

Mein Tipp: Unbedingt Farbmuster an die Wände hängen. Und zwar an mehrere – denn die Wirkung einer Farbe ist gegenüber dem Fenster natürlich eine ganz andere als in einer dunklen Ecke. Ich würde auch empfehlen, eine Weile mit den Farbmustern zu leben und zu schauen, auf welche Farbe man immer wieder zurückkommt.

Ich habe meine Küche in Wevet von Farrow&Ball gestrichen. Es ist ein fast durchscheinendes, zartes Weiß mit einem leichten Graustich, das meine Küche gleich viel heller macht. Und nicht nur die Wände haben einen neuen Anstrich bekommen – auch die Decke habe ich gestrichen. Das ist grade in der Küche mit den ganzen Einbauschränken kein großer Spaß, aber es macht viel aus. Ich habe mich für die selbe Farbe wie auf den Wänden entschieden – wenn die Übergänge zwischen Wänden und Decke fließend sind, wirkt der Raum gleich größer.

Ich liebe übrigens auch schwarze Wände in der Küche! Extrem? Ja – aber auch schnell rückgängig gemacht, wenn es nicht mehr gefällt.

6. Alles in neuem Licht

Die Beleuchtung entscheidet über die Wirkung eines Raumes. Und in der Küche ist sie besonders wichtig – schließlich will man ja sehen, was man kocht, oder?

Ich kann davon ein Lied singen… In meiner Küche gibt es keinen Anschluss für eine Deckenlampe, und die Lichtleisten unter den Oberschränken waren größtenteils kaputt. Leider konnte man die einzelnen Elemente nicht ersetzen, da es ein altes System war. Wir hätten also ein komplett neues System anbringen müssen, was nicht so einfach ist, wenn die Schränke schon hängen.

Eine Lösung: LED-Spots oder -Leisten unter den Schränken anbringen – es gibt sie auch zum Kleben, wenn man nicht in die Schränke bohren möchte. Auch Klemmlampen kann man strategisch dort anbringen, wo sie gebraucht werden – und es gibt richtig schöne Modelle, die das Budget nicht sprengen.

An die Decke habe ich eine Lampe mit Steckdosenanschluss gehängt – wichtig ist natürlich, dass das Kabel lang genug ist, sonst muss man zu einem Verlängerungskabel greifen, und die sehen selten schön aus…

Und wieso nicht eine Steh- oder Tischlampe zum Esstisch stellen, wenn man einen in der Küche hat? Das gibt der Küche gleich ein wohnlicheres Flair.

7. Pflanzen

Ich finde, Pflanzen gehören in jedes Zimmer. Sei es ein kleiner Kräutergarten in der Fensterbank oder sich rankende Pflanzen auf Regalen oder Schränken. Auch schön – und sehr angesagt – sind Blumenampeln aus Makramee!

Und ein frischer Strauß auf dem Esstisch bewirkt auch schon Wunder – als wir unsere Wohnung besichtigt haben, stand auf dem Esstisch ein wunderschöner Strauß Wildblumen. Und schon war ich von den weniger schönen Schränken und dem erdrückenden Gefühl abgelenkt!

8. Dekorieren

Ok, ich weiß. Ist natürlich völlig logisch. Aber wie dekoriert man eine Küche, ohne sie mit Unnützem zu überfrachten?

Offene Regale sind eine wunderbare Möglichkeit, besonders schöne Stücke in Szene zu setzen, dazu eine Pflanze, ein schönes Bild, vielleicht noch das eine oder andere Erinnerungsstück – mehr braucht es nicht.

Meine neueste Obsession: Schöne Prints oder sogar echte Ölgemälde in der Küche. Im Moment suche ich jeden Flohmarkt nach Gemälden ab.

Um etwas Wärme ins Spiel zu bringen (besonders bei weißen oder schwarz-weißen Küchen) ist Holz perfekt. Eine schmale Holzleiste für die Geschirrtücher, eine Schale oder – mein Favorit – Schneidebretter aus Holz. In allen Größen und Formen! Ich mache sie übrigens selbst – so hat man schnell ein besonderes Stück und hat gleich auch noch Geld gespart.

Auch die Wirkung von schönen Stoffen sollte man nicht unterschätzen – eine schöne Leinentischdecke für den Esstisch, ein schönes Stoffrollo ans Fenster, all das schafft Gemütlichkeit. Womit wir auch schon beim nächsten Punkt wären:

9. Auch Nützliches kann schön sein

Wer sagt denn, dass die Spülbürste aus Plastik sein muss? Oder die Geschirrtücher hässliche Muster zur Schau tragen müssen?

Hier sind meine Ideen:

  • Geschirrtücher aus Leinen oder schön gemusterte Baumwolltücher
  • Spülbürsten aus Holz
  • Geschirrspülmittel in hübsche Flaschen umfüllen
  • Hakenleisten für alles, was hängen kann
  • Vasen oder Krüge für Spülbürsten und Kochutensilien
  • Einen Messerblock aus Holzstäben selbst machen – wie das geht, könnt ihr bei der wunderbaren Anne von 170qm nachlesen
  • Tabletts oder schöne Teller, um Kleinkram wie Gewürze darauf zu sammeln
  • Küchenrollenhalter gibt es auch in hübsch – z.B. aus Draht oder Marmor

10. Der Essplatz

Mit etwas Glück ist eure Küche groß genug für einen kleinen Essplatz. Wenn die Küche das Herz der Wohnung ist, ist es doch toll, wenn man hier auch gemütlich verweilen kann, oder?

Meistens ist der Platz besonders in Wohnungen aber recht begrenzt – hier ist Kreativität gefragt!

  • Einen kleinen Esstisch suchen (z.B. im Antikladen oder auf dem Flohmarkt) oder selbst bauen (zum Selberbauen schreibe ich noch eine Anleitung für euch!)
  • Eine Bank spart zusätzlich Platz
  • Ein runder Cafétisch passt in viele Ecken und sieht wunderbar aus (vor allem mit einer alten Marmorplatte…)
  • Ein Klapptisch oder Ausziehtisch, wenn Besuch da ist
  • Eine gute Lösung für die allerkleinsten Küchen: Ein einfaches Holzbrett aus dem Baumarkt schleifen, versiegeln und an die Wand montieren, zwei Hocker darunter – fertig

Das waren meine 10 Tipps für eine schönere Küche – habe ich was vergessen? Schreibt mir gerne einen Kommentar, wenn ihr noch eine tolle Idee oder DIY Projekte habt!

Meine Küche zu renovieren habe ich keine Sekunde bereut, und ich freue mich jeden Tag darüber (wieso ich 5 Jahre gewartet habe? Keine Ahnung!). Hier findet ihr alle Vorher-Nachher-Fotos meiner Küche.

Übrigens: Darf es etwas mehr sein? Ganz bald teile ich meine Tipps für alle, die noch mehr machen möchten (und dürfen – der Vermieter hat schließlich immer das letzte Wort…).

Bis dahin: Viel Spaß beim Werkeln und Dekorieren, ihr Lieben!

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